Meine Manta Story
Wir schreiben das Jahr 1983.Da habe ich mir den ersten Manta gekauft.Ich fand die Form so schön,vorne die lange
Motorhaube und hinten das kurze Heck.Es war ein Signalblauer Manta B 1,9GT/E mit schwarzer Motorhaube Baujahr
1976.GT/E fahren war damals angesagt und ich hatte sehr viel Spass damit.Die Fahrfreude wurde jedoch durch einen
Zylinderkopfriss getrübt.Auf Anfrage an meinen damaligen Bekannten auf der Autoverwertung geriet ich an einen
Glücksgriff,wo ich nicht nein sagen konnte.Ein 84er GT/E Totalschaden,8000km gelaufen,zu diesem Zeitpunkt
ein halbes Jahr alt für 2000Mark!Gesagt,getan,der Wagen wurde gekauft und ausgeschlachtet.Alle Teile wurden
in meinen 76er verbaut.Nun hatte ich einen 2,0E Motor mit LE Jetronic,5 Gang Getriebe,Recaro Sitze,Colourglas und
die 84er Ausstattung an Bord.Und das im 76er Manta,damals eine kleine Sensation.Den Wagen habe ich anschliessend
in Opel Polarweiss lackieren lassen,diese Farbe war "In".In der Variante gab es wieder Fahrspass ohne Ende.Nun,im
Jahr 1985 flammte auch irgentwie der Wunsch nach Karrosserietuning auf,weil ich da auch viele andere schöne
Mantas gesehen hatte.Erst mal Kataloge von den Anbietern besorgen und dann die auswahl treffen.Ich habe mich
für Zastrow anbauteile entschieden.Seitenschweller,Heckschürze,Heckflügel usw. mussten angepasst und verbaut
werden.Das war eine kniffelige Aufgabe,die aber gelöst wurde.Musikmässig gab es damals noch nicht die Auswahl
wie Heute,so wurde ein Blaupunkt "Bremen", Endstufe "BQA160" und Blaupunkt Soundkomponenten verbaut.CD gab
es nicht und so kam die Musik von der Cassette.
1986 wurde der Wagen nach Montage der Zastrow Teile nochmal in Weiss lackiert.Paralell dazu habe ich Kontakt
zum damaligen Opel Club Düsseldorf aufgenommen,wo ich auch Mitglied wurde.Hier lernte ich auch die ersten
Manta Treffen kennen und das Clubleben dazu.Und dann ist es passiert:Auf einer Clubfahrt zum Mantatreffen
nach Geesthacht 1986 geriet ich auf der Hinfahrt im Regen ins Rutschen und der Manta landete mit dem Heck in der
Leitplanke.Er war aber noch fahrbereit,so das ich,zwar geknickt,trotzdem am Treffen teilnehmen konnte.
Wieder Zuhause,habe ich mir erst mal in Ruhe den Schaden betrachtet und am Heck alles abgebaut.Dabei habe ich
gesehen,das die Karrosse ganz schön Faul war.Tja,was tun,aufbauen?Nein,ich entschied mich dafür,bei Opel eine
neue Rohkarrosse zu bestellen und jetzt die Aktivitäten erst mal ruhen zu lassen.
Im September 1987 war es dann so weit.Die Karrosserie wurde bestellt.Katalog Nr.101953 mit Schiebedach und
5Gang Getriebeaufnahme und Einspritzmotor.Die Karrosse wurde direkt zu der von mir ausgesuchten Mietwerkstatt
in der Nähe meines Opel Händlers angeliefert und auf die Hebebühne gestellt.Paralell dazu wusste ich auch schon,
das ich den umbau auf den 3,0E Motor machen will.Die Teile dazu hatte ich im vorfeld schon bei Irmscher bestellt.
Jetzt war alles da und ich konnte loslegen.Als erstes habe ich die Karrosse Hohlraumkonserviert.Der Umbau der Technik
aus meinem Wagen ging recht fix und so war ich nach einer Woche fertig und der neue Manta war fahrbereit.Sah
komisch aus mit dem 2,0E Motor und der Sechszylindervorbereitung.In der Werkstatt habe ich auch den Tipp mit
der Commodore GSE Bremsanlage bekommen,wodrauf ich gleich bei der Autoverwertung fündig wurde.Werkzeug
raus,alles abbauen und die Bremsen waren meine.
Nach der Mietwerkstatt wurde der Wagen erst mal mit serienmässigen Anbauteilen versehen,ich wollte kein Teil
mehr einspachteln!Danach ging es zum Lackieren,diesmal in Opel Monacoblau.
1988 wurde die TÜV abnahme durchgeführt.Erst beim Strassenverkehrsamt einen Brief beantragen,dieser wird
dann zur genannten Prüfstelle geschickt.Dort fand dann die Einzelabnahme ohne Probleme statt.Der Prüfingeneur
füllte den Brief aus und ich bekam eine Fahrgestellnr.zugeteilt.Als Hersteller wurde im Brief mein Name
eingetragen,von dieser Stunde an war der Manta ein amtlich anerkannter Eigenbau und der Name Weissenfeld 3Liter
war im Kopf geboren.Beim Strassenverkehrsamt gab es anschliessend eine Neuwagenzulassung.Jetzt war ich erst
mal glücklich und konnte wieder Fahrvergnügen geniessen und mich nach einem 3,0 E Motor umschauen und mir über den
Einbau gedanken machen.Ich hatte zu dem Zeitpunkt noch keinen 3,0 E Manta gesehen.Im Winter 1989/90 war
es dann soweit.Der umbau konnte stattfinden.Im Vorfeld hatte ich schon einen Motor besorgt,bei Irmscher die
I 300 Auspuffanlage gekauft,die Ölwanne umgeschweisst und einen geänderten Achskörper bereit.Jetzt wird es
sich zeigen,ob ich im Motorraum richtig gemessen habe.Es hatte alles gut funktioniert,innerhalb eines Wochenendes
war der Motor drin.Die Commodore Bremsen hatte ich schon vorher verbaut,weil mir die Serienbremsen im Manta viel
zu schwach war.Ja nun war der Motor drin und der Wagen ist vorne erst mal eingesackt.Also,Federunterlagen aus Stahl
anfertigen und einbauen.Im Innenraum waren die mechanischen Motorgeräusche erst mal wesentlich lauter,so das ich
nachdämmen musste.Der Gummiblock vom Getriebe war zu schwach in der Dämpfung,deshalb wurde einer vom Ascona B
Diesel verbaut,dann war Ruhe.Jetzt habe ich erst mal Fahrerfahrungen gesammelt und 1990 war TÜV Termin zur
Einzelabnahme.Das Auto war den ganzen Tag dort und wurde ausgiebig geprüft.Anschliessend ist der Umbau ohne
Probleme eingetragen worden.What a feeling!So,jetzt war freie Fahrt,mit dem Opel Club Düsseldorf ging es zuende,
und so habe ich als Privatfahrer diverse Opel Treffen besucht.Hier fand ich neue Eindrücke und Anregungen.Ich fand
das Amaturenbrett vom Manta schon immer hässlich,hatte aber nie eine Alternative zur Hand.Und irgentwie ist die Idee
geboren,mir mein eigenes zu konstruieren.Der Schalthebel war dabei im Weg und musste versetzt werden.Gesagt,
getan,mit dem Schaltarm vom Senator A 2,2E wanderte der Schalthebel 11cm nach hinten und 10cm nach oben.Dieses
ging Hand in Hand mit einer selbstkonstruierten Schaltwegverkürzung.Der Handbremshebel ist auch um 11cm nach
hinten versetzt worden,er war nun auf dem Kardantunnel mittig montiert.Ja jetzt stimmte die Ergonomie,geschaltet
wurde wie ein Kippschalter,kurz und knackig.Und der Weg war frei für eine ausgiebige Amaturenbrettkonstruktion.
Diese zog sich 2 Jahre hin,schliesslich sollten auch passende Türverkleidungen dazu gebaut werden.Dazwischen
reifte auch der Car Hifi gedanke weiter.Ein Freund von mir hatte damals ein Fostex Prospekt bei mir zu Hause liegen
lassen.Darin hatte ich eine Aktivweiche entdeckt.Damit wollte ich meine bestehende Anlage erweitern.Hin zum Händler
Weiche gekauft,zweite Endstufe dazu und der erste Subwoofer dazu.Zwischendurch habe ich auch Fachzeitschriften
gelesen,um mir einen Überblick zu verschaffen.Das Amaturenbrett war mittlerweile fertig,an den Lautsprechern hatte
der Zahn der Zeit genagt.Ich entschied mich für eine komplette Fostex Aktivanlage mit einem aussergewönlichen
Einbau.Design passend zum Amaturenbrett und mit Elektrischer Abdeckklappe.Es folgten unzählige Stunden der
Konstruktion,Karosseriedämmung,Klappergeräuschentfernung und Anlagenabstimmung.Das Ergebnis war Spitze und
1993 habe ich an den Car Hifi Meisterschaften in Deutschland teilgenommen.1994 habe ich den Meistertitel in der
Klasse Amateur 1000Watt geholt.Das war eine sehr schöne Zeit,es gab viel zu sehen und die Leute waren gut drauf.
Man war per Du mit allen möglichen Leuten und mit dem Manta war ich in der Szene voll akzeptiert.Paralell dazu habe
ich den Kontakt zum Manta Sport Club Düsseldorf bekommen,wo ich nach kurzer Zeit auch Mitglied wurde.Es begann
eine Zeit mit vielen Erlebnissen.Die unzähligen Treffen,die wir besucht haben,die vielen Partys,die gefeiert wurden,
das war nicht zu toppen.Wir sind überall herumgekommen,die Schweiz,inBelgien,in Holland,aber auch in Deutschland.Es
gab Zeiten,da waren wir jedes Wochenende auf Tour.Da hat es sich nicht gelohnt,das Zelt aus dem Kofferraum zu holen.
Es gab viele neue Kontakte und auf den Treffen habe ich auch viele Pokale gewonnen.1998 haben wir ein Mantatreffen
in Neuss veranstaltet,was ein voller Erfolg wurde.Mit Liveband,Clubspielen und allem,was dazugehört.Danach ist es
etwas ruhiger im Clubleben geworden,weil sich einige verändert haben oder sonstiges.2000 ist mir dann einer in die
Seite gefahren und hat Tür und Kotflügel verbeult.......
An dieser Stelle endet die Manta Story.Noch ein grosses Lob auf die Zuverlässigkeit des Wagens.Die unzähligen
Kilometer,die gefahren wurden,die vielen Umbauten.Alles hat sich bewährt.Der Manta kannte kein Stillstand,er ist
jeden Tag gefahren worden.